Mut zum Auslandspraktikum während der Ausbildung Heilerziehungspflege
Im Schuljahr 2024/2025 absolvierten zwei Schülerinnen des 1.Ausbildungsjahres und ein Schüler des 3.Ausbildungsjahres ein Auslandspraktikum über das Erasmusprojekt in Wien.
Ein anderes Land, andere Einrichtungen mit unterschiedlichen Konzepten – was für eine persönliche Herausforderung.
Alle Schüler*innen waren in Heimen für schwerstmehrfach beeinträchtigte Kinder bzw. Erwachsene eingesetzt. Sie konnten dort ihre fachlichen und personalen Kompetenzen aus verschiedenen Modulen festigen und erweitern. Schwerpunkte waren z.B. Beobachtungen, Förderkonzepte, pflegerische Maßnahmen, Kommunikation und Bildungsangebote.
Interessant für die Schüler*innen waren auch die unterschiedlichen Ausbildungsmöglichkeiten für eine Tätigkeit in diesem Bereich im Vergleich zu Deutschland und die verschiedenen Arbeitszeitmodelle.
In allen Einrichtungen wurden die Schüler sehr freundlich aufgenommen und in die Teams integriert.
Bei meinem Praxisbesuchen, erhielt ich immer die Rückmeldungen der Einrichtungen, dass sie die Offenheit, Freundlichkeit und Einsatzbereitschaft der Schüler*innen sehr schätzten. Auch das bis dahin erworbene schulische Wissen, sowie Fähigkeiten und Fertigkeiten wurde sehr gelobt.
Auch das Engagement der Schüler*innen bei meinen Praxisterminen hinsichtlich der Weitergabe von Informationen betreffend Besonderheiten der Klienten und der jeweiligen Einrichtung, sowie die Erfüllung der Aufgaben der Praktikumsaufträge war für mich erstaunlich.
Natürlich kam auch die Stadt Wien in der Freizeit der Schüler*innen nicht zu kurz. Musik, Kultur, einheimische Kulinarik standen auf ihrem Programm. Wenn das Heimweh manchmal einsetzte, dann waren die digitalen Medien sehr hilfreich. Auch Besuche von zuhause und gemeinsame Unternehmungen mit den Freunden oder der Familie in Wien, milderten den Trennungsschmerz.

